Am Anfang schuf der Herr die Achse
Die Anfertigung der Achsgabel war zwar kein Vorgang biblischen Ausmaßes, aber dennoch aufwändiger, als man es sich vorstellt.
Also ran an die Konstruktion. Die Achsgabel besteht aus zwei Teilen, die miteinander verschweißt werden – nämlich einem Gewindebolzen sowie dem U-Profil. Das ist beim Dino 246, Ferrari 308, aber auch bei anderen Ferraris aus den 1970er und 1980er Jahren gleich.
Wir fangen mit dem Bolzen an. Bei rotationssymmetrischen Teilen beginnt alles wirklich mit der Achse. Es folgt eine Skizze, die um die Achse herumgewickelt wird:

Die Skizze wird um die Achse herumgeführt.
…und schon hat man ein 3D-Modell:

Als Nächstes folgt die Materialauswahl. Da es sich um ein sicherheitskritisches Bauteil handelt, haben wir uns für den vielzitierten 42CrMo4 entschieden – ein Werkstoff, der sowohl hochfest als auch zäh ist. Eine deutlich höhere Spezifikation als das originale Material, aber hier gibt es keinen Grund zu sparen.
Nach der Fertigung geht der Bolzen zu unserem Blechverarbeiter, der aus dem gleichen Material die U-Profile lasert, kantet und den Bolzen anschweißt.
Jetzt braucht man nur noch jemanden, der die Teile RoHS-konform gelb verzinkt. Et voilà:

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